Samstag, 28. Juli 2012

Freitag, 27. Juli 2012

Publikums-Verarschung: TV-Dokus über Kuba

Die TV-Doku über Kuba, Mythos ohne Masterplan, von Eva Schmidt, fügt sich in die Reihe uns verdummender Dokumentationen. Da wird weiter der Unsinn verbreitet, der greise Fidel Castro würde noch aus dem Hintergrund in seinem Pflegeheim das Schicksal Kubas lenken; überhaupt, als seien die beiden Castro-Brüder die Herrscher der Insel. Die „Doku“ informiert nicht, sie verbreitet nur Gefühlsduselei, etwa wenn arbeitslos gewordene Arbeiter einer Zuckerfabrik lang und breit zu Wort kommen und das gleiche sagen, was wir hier in Europa und Deutschland in Krisenzeiten auch täglich zu hören und zu sehen bekommen: wie Gekündigte sich als frische Arbeitslose fühlen. Hingegen warum die Regierung der Zuckerinsel den Zuckeranbau plötzlich zu einer Sache des vorigen Jahrhunderts erklärt hat, obwohl der Rest der Welt das überhaupt nicht so sieht, sondern fleissig Zucker kauft, das erfährt man nicht. Überhaupt wird nicht MIT den Castros bzw der Regierung geredet, sondern nur ÜBER sie, als lebten die auf dem Mars oder sprächen nur klingonisch. Die Castros sprachen mehrfach vor der UNO-Hauptversammlung, Ex-UNO-Generalsekretär Kofi Annan hat Fidel Castro vor einigen Jahren an dessen Krankenbett in Kuba besucht, Fidel Castro schreibt immer mal wieder Kolummnen / Kommentare auf der Internetseite der Kommunistischen Zeitung Granma, aber kein einziges deutsches Fernsehteam macht und bringt ein Interview mit der Regierung Kubas! Das ist doch sehr merkwürdig.

Ebenso wenig erfahren wir aus dem o.g. Film, dass die immer stärker ausgebaute Tourismusindustrie in Kuba allein in der Hand des Militärs ist. Auch dass das kubanische Militär sehr eng und kameradschaftlich mit dem US-Militär auf Guantanamo-Bay zusammenarbeitet, angeblich nur für gemeinsame Katastrophenschutzübungen, erfährt man nicht aus der Doku über die angeblich isolierte Insel. Die „Doku“ orientiert sich ganz klischeehaft am aktuell regierenden Bruder von Fidel Castro, und sinniert darüber ob und inwieweit von ihm eine Demokratisierung zu erwarten ist. Dass schon vor einigen Jahren die Hoffnungen des Westens auf einem führenden Politiker und Schützling von Fidel Castro ruhten, Namens Carlos Lage, den man schon für einen Gorbatschow Kubas hielt, der dann aber plötzlich aus allen Ämtern entfernt und durch Militärs ersetzt wurde, das wird nicht mal mehr erwähnt. Also eine halbe Stunde lang die üblichen Kubaklischees statt Inhalte, in einer Sendung, die das Wort Masterplan in den Mund nimmt.

Wir stellen also ohne TV-Doku fest: Kuba wird vom Tourismus ernährt. Der Tourismus in Kuba ist - wie vermutlich alles - die Domäne des Militärs (übrigens wurde auch hier in der Stadt in einem Stadtteil das angeblich wirtschaftlich unlukrative Freibad vor Jahren von einem Polizeisportverein übernommen! Polizei und Militär greifen offenbar weltweit nach allem wo sich gerne halbnackte junge Frauen aufhalten). Zurück nach Kuba: In Parlament und Regierung werden erfolgreiche, beliebte Zivilisten durch Militärs ersetzt. Schon sofort nach dem Sieg der Revolution bis noch vor einigen Jahren sind so ziemlich alle führenden linken Köpfe der Revolution zu Tode gekommen - bis auf die beiden Castro-Brüder. Das kubanische Militär arbeitet sehr gut mit dem US-Militär in Guantanamo Bay zusammen. Übrigens wird das Fernsehen Kubas (Cubavision international) über Satelliten des angeblichen Systemfeindes weltweit verbreitet und ist auch in Deutschland via Astra zu empfangen (das Schweizer Fernsehen ist übrigens für Nicht-Schweizer, also auch für Deutsche, nicht in Deutschland unverschlüsselt zu empfangen!).
Dass uns unsere Medien seit Jahr und Tag wider besseres Wissen den immer gleichen Unsinn samt Lügen und Unterschlagungen über Kuba auftischen und uns die engen Verflechtungen hinter den Kulissen verschweigen, muss irgend etwas bedeuten. Nur was?

Samstag, 7. Juli 2012

CNN gegen „moderne Sklaverei“

CNN wendet sich mit einer Serie von Sendungen gegen „modern day slavery“. Machte aber u.a. gerade mit einem Interview in der Sendung "Fareed Zakaria GPS" Werbung für die zentrale biometrische Erfassung der über eine Milliarden Einwohner Indiens, deren Fingerabdrücke und Augen-Iris erfasst werden, womit über eine Milliarde Menschen zu Sklaven und schlimmer noch, zu Nutzvieh, degradiert werden (Nutzvieh darum, weil der heutige Mensch nicht nur als Arbeitskraft ausgebeutet wird, sondern auch als lebendes Organ- und Gewebelager und seine Denkleistung auch gegen seinen Willen ausgebeutet wird [Riding a Head]).


Die Kriminalität des Projekts erkennt man auch daran, dass die Erfassung der Augen-Iris eigentlich nicht notwendig ist, um jemanden zweifelsfrei zu identifizieren, aber mit ihr können Menschen heimlich und aus einiger Entfernung identifiziert werden. Beispielsweise können die Iris-Scanner in öffentlichen „Blickfängern / Eye Catchern“ unbemerkt untergebracht werden, also dort wo Menschen gerne hingucken oder hingucken müssen: Plakate, Verkehrsschilder, Ampeln, Firmen- und Namensschilder, etc.!

Der CNN-Interviewer Fareed Zakaria stellt zu Beginn des Gesprächs fest, in dem Bereich um den es gehe, gebe es noch keinerlei staatliche Regulierung, die indische Regierung habe die Existenz dieser HighTechwelt offenbar noch nicht zur Kenntnis genommen. Der Chef der verantwortlichen Firma sagt in dem Interview, das ID-Projekt werde das „Bevollmächtigungs-Spiel" verändern.
Vermutlich weil mit einem Schlag der Staat die Bevollmächtigung über seine Bürger, und über eine Milliarde Menschen ihre Bevollmächtigung über sich selbst verlieren, weil die auf die Sachwalter des 21. Jahrhunderts übergeht - also den globalen Polizeistaat.

Gerechtfertigt wird das Projekt wie immer in solchen Fällen mit angeblichen Vorteilen für die Armen, die nun zielsicherer staatliche Gelder bekommen können - da müssen selbst der Interviewer und der Interviewte lachen. Denn das ist so fadensccheinig verlogen, die Verantwortlichen machen sich nichteinmal mehr die Mühe überzeugende Argumente zu finden.

Die Komplizenschaft von CNN wird auch dadurch deutlich, dass selbst der Iris-Scann immer wieder als blosses „Fingerprinting" verharmlost wird - kein Wort (schon gar kein kritisches) zum entscheidenden Unterschied.

Wenn ein grosser Fernsehsender eine Kampagne gegen moderne Sklaverei macht, ohne obige Praktiken zu benennen und zu geisseln, sondern sogar noch unterstützt, wobei CNN stellvertretend für alle Leit- und Massenmedien des gesamten Globus steht, ist das etwa so als würden Vampire eine Anti-Stechmücken-Kampagne für Menschen veranstalten.

Samstag, 30. Juni 2012

Anmerkung in eigener Sache

Immer wieder entdecke ich, dass einige Blogeinträge nachträglich durch fremde Eingriffe manipuliert werden: Texte verändert, Hyperlinks verfälscht.
So auch der darunter stehendene Artikel über den NSU und deutschen Medien.
Der Link zu den Fotos von Sophie Scholl wurde entfernt und durch einen (erneuten) Link zu Fotos der Frau des NSU ersetzt. Seit langem bin ich offenbar im Fokus von Alt- und Neunazis und moderneren Faschisten.
Ich bin etwa zwei bis dreimal die Woche für eins bis drei Stunden im Internet und im Blog. Da kann ich einiges überprüfen und korrigieren. Aber leider nicht alles; und auch mein Bloggen wird mal mehr mal weniger massiv sabotiert. Das sollte beim Lesen berücksichtigt werden.

Deutsche Medien: subtile Solidarität mit dem "Nationalsozialistischen Untergrund"

Wenn es um den sog. "NSU" geht, zeigen unsere grossen Leit- und Massenmedien ganz überwiegend die drei sattsam bekannten Schwarzweissbilder einer jungen Frau und zweier junger Männer, der sog. "Zwickauer Terrorzelle", so als handele es sich bei denen um längst vergangene Altnazis aus der Mitte des letzten Jahrhunderts, und nicht um grade noch gelebt und gezielt Mordterror verbreitet habende Neonazis, von denen es ganz moderne, aktuelle Farbbilder gibt. Mit den alt wirkenden Schwarzweissbildern verschleiern Medien ganz bewusst die brisante Aktualität und alltägliche Normalität faschistischer Gesinnung.

Aber besonders widerwärtig ist, dass mit den drei veralteten Schwarzweissbildern eines aktuellen Problems subtil die Ähnlichkeit missbraucht wird, mit drei wirklich zeitgemässen Schwarzweissbilder von Widerständlern gegen den deutschen Nazifaschismus. Damit soll dem aktuellen Neonaziuntergrund eine ähnliche Legitimation verschafft werden, wie dem Widerstand in der Nazizeit. Womit sich deutsche Leit- und Massen-Medien subtil aber vorsätzlich zu medialen Komplizen des Nationalsozialistischen Untergrundes machen.
Aber auch als eine MDR-Moderatorin (Sachsen, Thüringen) immer wieder eine Halskette mit einem Symbol trägt, das als heimliches Erkennungszeichen der Neonazis gilt, hat das offenbar weder Verantwortliche in der ARD noch Zuschauer vor den Fernsehern gestört.

Oder wenn ARD und ZDF von "Pleiten, Pech und Pannen" sprechen. Eine TV-Sendung obigen Titels war mal Vorläufer von "Verstehen Sie Spass". Entweder scheinen die Verantworlichen alle unter dem Einfluss von Gute-Laune-Pillen zu stehen, oder es sind zynische Progaganda-Organe der Geheimdienste selber.

Update: Sogar das offizielle Verlautbarungsblatt des Bundestags, verblödet das Publikum mit Behauptungen wie: "Der Staat hat nicht bewusst weggeschaut, aber es fehlte an analytischer Phantasie.".
Klar, es braucht viel Phantasie, bei im gesamten Land ermordeten Migranten auch neonazistische Motive zu vermuten.

Glücklicherweise gibt es aber auch noch Medien, die dem obigen Eindruck mit umfangreicher Aufklärung entgegen wirken.

Freitag, 29. Juni 2012

Doppelstandard beim Gedenken


Heute vor 18 Jahren wurde in dieser Stadt ein 16 jähriger unbewaffneter, kurdischer Junge durch einen Polizisten erschossen. Der Junge hatte Plakate zur Unterstützung der in Deutschland verbotenen kurdischen Organisation PKK geklebt. Einige Jahre zuvor waren in dieser Stadt zwei Polizsten im Dienst erschossen worden. Für diese beiden gibt es einen Gedenkstein am Tatort, vor dem sich jedes Jahr eine von Polizisten abgesicherte Gruppe Gedenkender versammelt. Ob es an der Stelle in der Innenstadt, wo der junge Kurde durch einen SEK-Beamten erschossen wurde wohl auch einen Gedenkstein gibt? Ich recherchierte im Internet und anscheinend gibt es keinen realen Gedenkstein in der Stadt, sondern nur virtuelle Gedenkseiten im Internet.

Dienstag, 26. Juni 2012

Ziehe meinen Blogeintrag, über die Wahl in Ägypten in den deutschen Medien, teilweise zurück

Den Blogeintrag hatte ich zu spontan und aus meinem Dauerärger über die dürftigen Informationen und die versteckt manipulative, scheinheilige Informationspolitik speziell der deutschen Leit- und Massenmedien geschrieben. Der zwischen "Tür und Angel" entstandene Artikel hat zu undifferenziert Information und Empfindung  vermischt und ich hatte meinen eigenen Input auch zu oberflächlich gelesen und folglich wesentliche Dinge nicht genug berücksichtigt. Insbesondere der Umstand, dass die US-Zeit von Mohammed Mursi recht lange zurück liegt und er Gründungsmitglied eines "Projektkommitees zum Widerstand gegen den Zionismus" ist, war mir entgangen und rückt meinen Artikel nun doch zu sehr ins Unwahrscheinliche. Ich denke zwar immer noch, dass die Verhältnisse in Ägypten im Wesentlichen vom "Westen", insbesondere den USA, gelenkt sind und der jetzige Präsident mehr oder weniger eine Marionette westlicher Geheimdienste ist, als neuer Wind, der Israel ins Gesicht bläst, wie Obama es in seiner pro-arabischen Rede in Kairo zu Beginn seiner Amtszeit angedeutet hatte. Aber ob Mursi nun ein richtiger IM eines US-Geheimdienstes oder ein durch den Geheimdienst gestaltete Umstände geführter echter Islamist ist, sei dahingestellt und eine solche Klärung lässt sich von den deutschen Medien zum Zeitpunkt seiner Wahl nicht verlangen. Meine Kritik an der Informationspolitik insbesondere der deutschen Leit- und Massenmedien zum "arabischen Frühling" halte ich aber aufrecht.

Freitag, 8. Juni 2012

Fahrenheit 451: "Ihr entziffert mich nicht!"

soll Romy Schneider empört ausgerufen haben.
Bildquelle: http://www.ueltzhoeffer.de

Sichelich meinte sie damit eher die De-Chiffrierung ihrer Gedanken und Gefühle, als die ihres genetischen Codes, denn dafür hätte ja schon eine einzige Körperzelle genügt.

Sonntag, 27. Mai 2012

Azerbaijan, Europa schaut auf deine Gas-Quellen!

Quelle: Ausschnitt aus dem Film Gas Monopoly

Insbesondere Deutschland braucht viel Gas und meldet mutig seinen Kontrollblick an.

Samstag, 26. Mai 2012

Gauck: christlicher Bock als Religions-Gärtner

Wenn der jetzige Bundespräsident sagt, nicht der Islam an sich, sondern ein paar Muslime gehören zu Deutschland, dann vermisse ich bei ihm und den Medien den Hinweis auf seine diesbezügliche Befangenheit als ehemaliger evangelischer Pastor. Mit Gauck hat man für religiöse Diskussionen einen christlichen Bock zum Religions-Gärtner gemacht.