Freitag, 25. November 2022

Literatur gestern und heute: Früher wurde aus dem eigenen Leben beschrieben, heute aus dem Leben der Anderen

Früher hieß es unter Autoren, man müsse gelebt haben, um Geschichten erzählen, um schreiben, um Literatur erschaffen zu können. Kritiker fragten dann später, wie alt müsse man sein, um schreiben zu dürfen. 

Die Autoren wurden zunehmend jünger, und da war Geschichten erzählen immer weniger aus dem eigenen Erleben möglich - es kam offenbar irgendwann zunehmend zum zunehmend heimlichen Beobachten und Abschöpfen des Lebens anderer Menschen - selbstredend von Menschen, die anders waren als die Norm und die sich nicht gegen die heimliche Beobachtung wehren konnten. 

Weil die Filmemacherei aus technischen Gründen sehr viel später auf den Kunstmarkt kam, als die Literatur, gab es in der Filmindustrie womöglich nie eine nur aus dem eigenen Leben geschöpfte Story, sondern schon immer die künstlerische Verarbeitung der heimlich abgeschöpften Inhalte fremder Leben. 

Wurde diese Entwicklung, dieser Bruch, dieser Übergang in der Literatur eigentlich jemals sachlich oder künstlerisch in der Öffentlichkeit verarbeitet?

Quasimodo hätte in Deutschland keine Chance gehabt

Der Mann, der es in Frankreich bis zum Glöckner von Notre Dame und in die Weltliteratur geschafft hat, wäre in Deutschland als lebensunwerter Krüppel die Treppe im Glockturm herunter in den Tod geschubst worden. Oder, ganz modern, Ärzte aus Ingolstadt hätten ihn unter dem Vorwand ihn heilen zu wollen, auf dem OP-Tisch zerlegt und zu einem neuen deutschen Wesen zusammengenäht.

Samstag, 19. November 2022

Zwielichte Solarfirma sabotiert Fortschritt

Bekanntlich ist die angesagte Heiztechnik der Wärmepumpe eine Umkehrung der bekannten Kühlschranktechnik.
Das wollte ich angesichts der aktuell grassierenden Energieprobleme und -kosten probeweise experimentell nutzen, und hatte dafür die einzige im Netz gefundene Firma für 12-24 Volt Kühlsysteme kontaktiert. Diese Niedrigspannung wollte ich deswegen, weil es die übliche Spannung von Solarpaneelen ist, sodaß man mit womöglich überschüssigem Sonnenstrom ohne Umwandlungsverluste direkt einen umgekehrten Kühlschrank betreiben könnte, der die Outdoor-Umgebungswärme aufnimmt und in die Wohnung transportiert. Erfreulicherweise bietet die Firma nicht fertige Eis- oder Kühlschränke an, sondern fertigt erst auf Kundenwunsch hin das Drumherum um einen Kühl- oder Gefrieraggregat an. Leider hat die Firma sich sehr merkwürdig verhalten und letztlich das Geschäft sabotiert. Das fing damit an, daß meine Anfrage im Sommer per eMail während deren Betriebsferien dennoch beantwortet wurde mit dem Hinweis auf die Betriebsferien und es wurden Dinge dementiert, die ich gar nicht angefragt hatte. Meine Nachfrage, ob ich nach Ende der Ferien automatisch eine Antwort bekomme oder nochmal eine eMail schreiben soll, wurde ebenso merkwürdig schnippisch und mit sinnlosen Ausführungen beantwortet. Als ich schließlich nach Ende der Betriebsferien nochmal direkt bei der Firma anfragte, wurde mir pampig ausweichend geantwortet, und als ich schließlich genervt anmerkte, ob ich klingonisch spreche, meine Anfrage sei doch sehr einfach, wurde ich als unerwünschter Kunde bezeichnet. Abschliessend fragte ich dann, ob die wohl nur Nazis als Kunden akzeptieren. 

Das unprofessionelle, nicht am Kunden orientierte Verhalten der Firma (mit 3 q im Namen!) in einer Mischung aus sich dumm stellen und dann wieder schnippisch-pampig zu werden, Fragen nicht zu beantworten, und immer wieder Antworten auf nicht gestellte Fragen zu geben, läßt mich vermuten, es mit einer Tarnfirma eines Geheimdienstes zu tun zu haben.

Samstag, 12. November 2022

Können wir uns das noch leisten: Wie mittelalterliches Ständedenken

verhunzen Natur-Fremdlinge als Hausbesitzer am Stadtrand und auf dem Land ihre Gärten und Vorgärten, so als seien sie damals gezwungen worden, auf dem Land zu leben bzw einen Garten zu besitzen, während millionen ökologisch interessierte, Gestaltungs willige Natur- und Gartenfreunde in Stadtwohnungen nur mit Balkon oder Fensterbank ihr Dasein fristen? 

Es geht nicht darum, Leute zu vertreiben, den Einen etwas wegzunehmen und den Anderen zu schenken, sondern um lenkende Einflüsse, damit mehr leidenschaftliche Naturfreunde einen Garten bauen können, und Natur-Fremdlinge nicht gezwungen sind, zur Erlangung ihrer eigentlichen Wohn-Ziele (eigenes Haus ohne Wand-Nachbarn?) ein Stück Land mitkaufen zu müssen, das sie eigentlich nicht brauchen/wollen und womit sie wenig ökologisches anzufangen wissen, wodurch dessen massenhafte ökologische Mißgestaltung zu einem Problem des Artensterbens, Klimawandels und der Nahrungsknappheit für uns alle wird! 

Wer über Boden- und Landknappheit redet, darf diese Mißverhältnisse nicht ignorieren. 

Ich sehe hier am Stadtrand die Mehrheit der Hausbesitzer offensichtlich ohne Interesse an ihren Gärten und Vorgärten - und wenn doch, dann ohne ökologische Motive oder Kompetenz. 

Von hier vielleicht 100 Vorgärten wird in 1 ein Bio-Gemüseanbau betrieben. Als ich vor Jahren mal in Holland gleich hinter der Grenze war, erstaunte mich der Anblick einer Kuh im Vorgarten. 

BEISPIELFOTO

Mir scheint auch, daß viele Hausbesitzer:innen mit Garten als ihr offensichtlicher Ballast, eigentlich recht kommunikationsfreudige, soziale Wesen sind, die hier am Stadtrand im Alter zunehmend isoliert sind und vielleicht im Stadtzentrum besser aufgehoben wären. 

Vielleicht sollten wir die Wieder-Belebung der Innenstädte neu denken! Rüstige Alte, die am Stadtrand in ihren Häusern vereinsamen, und denen ihr Garten zur Last geworden ist, könnten in Wohnungen im Stadtkern wieder einfacher soziale Kontakte knüpfen, während junge Familien und Natur liebende Einsiedler in den frei werdenen Häusern leben und das ökologische Gärtnern praktizieren könnten! 

Also 4 Probleme mit einem einzigen Konzept lösen: Wieder-Belebung der Innenstädte mit eigenständigen Alten, die dadurch wieder mehr soziale Kontaktmöglichkeiten haben; wieder-erblühende Stadtränder voller Hausbewohner mit ökologischen Gärten gegen Nahrungsmittelknappheit und für Artenvielfalt. Wo sind die staatlichen Pläne oder auch nur Überlegungen zu diesen Problemen und Lösungen?

Demokratie im Dauerurlaub

Wer einen Namen oder andere persönliche Details findet, ist ein Held.
Demokratie ohne Transparenz - wie geht das?

Zweierlei Maß: Geht's dir schlecht, ist das allein dein Problem - geht's dir gut, wollen alle etwas davon haben.

Verbrechen an einzelnen Menschen interessieren kaum, außer es handelt sich um attraktive Frauen oder alte Omas, dann greift man auch ein; aber hat jemand mehr Geld, als üblich, erwacht sofort ein gierig-zugriffiges Interesse der Mitmenschen. Das Ganze ist also nicht von Gerechtigkeit getrieben, sondern von Neid, Abergunst und Bequemlichkeit.

Gesellschaft & Problem: Kriegsheimkehrer aus dem Frieden

Als der "Arabische Frühling" "blühte", verfolgte ich via TV das Geschehen in Kairo/Ägypten, wo eine Feindschaft zwischen Polizei und Bevölkerung konstatiert wurde, wohingegen das stillhaltende Militär von der Bevölkerung als positiv gesehen wurde - was bekanntlich später zu einem bitteren Erwachen führte. 

Eines Tages erzählte ein Vater im Fernsehen von seinem erwachsenen Sohn, der von Polizei gefangen und gefoltert wurde, vermutlich über einen längeren Zeitraum von Wochen und Monaten. Sein Sohn sei nun ein gebrochener Mann, der nie wieder ein Teil der normalen Mehrheitsgesellschaft sein könne. 

Mich haben dabei zwei Aspekte berührt, die ich so hier in Deutschland nicht zu kennen meine:
Daß ein Vater sich für seinen erwachsenen Sohn öffentlich präsentiert, anstatt daß dieser selbst für sich kämpft. Hier in Deutschland betreiben nach meinem Eindruck die Medien ein systematisches Familien-Bashing: etwa wenn erwachsene Menschen noch bei den Eltern wohnen, wird das als "Hotel Mama" diffamiert. Vermutlich will man emotionale Familienbande schwächen, um die jungen Erwachsenen beruflich-örtlich und emotinal für andere Gruppen verfügbarer zu machen: für die Arbeit/den Arbeitgeber, den Staat, politische Parteien, Vereine, Geheimdienste usw.  

Der zweite, mich berührende Aspekt im Auftritt des ägyptischen Vaters, war die Verdeutlichung dessen, was es bedeutet, seelisch gebrochen zu sein, und damit niemals mehr ein Teil der normalen Mehrheitsgesellschaft werden zu können - also für immer ausgegrenzt zu sein. 

Hier in Deutschland werden allenfalls vereinzelt Kriegsrückkehrer als Problem gesehen - und dabei vor allem für die Gesellschaft. 

Daß auch hier in sog. Friedenszeiten es tagtäglich zu gewalttätigen Übergriffen staatlicher Machtträger kommt, etwa durch Ärzte, Chirurgen, Richter, Polizei, und daß das quasi rechts-faschistische Nadelstiche einer prä-bürgerkriegsähnlichen Praxis sind, wird hier entweder nicht breit begriffen oder medial unterdrückt. So etwas ist hier in Deutschland überhaupt nicht im Bewußtsein der Bevölkerung, ist kein mediales Thema. 

"Ihr könnt fliehen, aber ihr könnt euch nirgendwo verstecken!"

Der bekannte Spruch eines US-Präsidenten war angeblich an Terroristen gerichet und beweist einen total überwachten Globus. 

Aber wie können in Zeiten von Selbstmordattentaten noch Täter gejagt werden. Und warum sollte man Leute jagen, die sich verstecken, anstatt Attentate zu begehen. Im Übrigen gibt es viel, viel mehr Diebe, Räuber, Raubzügler und Betrüger, als Terroristen, die zu fangen keinen Gewinn bringt.

"Follow the money" scheint Hauptbeschäftigung der Geheimen zu sein. Denn Überwachung ist teuer und soll sich lohnen. Darum denke ich, in unserer total überwachten Welt sind alle Raubzüge und sonstigen Verbrechen von Oben gewollt und alle Beute fließt den Geheimdiensten zu. 

Die kleinen Diebe und Räuber läßt man wohl unbehelligt, damit alle Welt weiterhin an solche Möglichkeiten glaubt. Hingegen den großen Betrügern und Raubzüglern nimmt man sicher deren Milliardenbeute ab, killt sie, und erzählt der Öffentlichkeit, Täter und Beute seien unauffindbar. Denn die totale Überwachung soll den totalen Gewinn abwerfen.


 

"Cryptoqueen"

 

Freitag, 4. November 2022

Spanien tiefgespalten in Faschisten und Linke, wie vor dem letzten Bürgerkrieg

https://programm-origin.ard.de/TV/Themenschwerpunkte/Politik/Startseite/Startseite/?sendung=287244000813054
 

Was passiert, wenn ein linker Patient ins Krankenhaus kommt und dort einem rechts-faschistischen Arzt in die Hände fällt?
Jetzt sagt nicht, woher soll der Arzt wissen, daß sein Patient ein Linker ist.

Nicht nur in Spanien sind die Faschisten auf dem Vormarsch. Etwa auch in Frankreich (zB auf Euronews) strecken augenscheinlich rechtsfaschistische Medienprofis innerlich ihren rechten Arm aus - und greifen damit nach linken Multiplikatoren.

Die Gesellschaft als Wäschestück

Wer selbst Hausarbeiten macht, also auch schmutzige Wäsche wäscht, kennt das: Die Wäschestücke werden "auf links" gewendet, bevor sie gewaschen werden, denn das schont die Nähte, also den Zusammenhalt, obwohl der Dreck auf der rechten Seite ist. Spinnt man die Allegorie weiter, muß zuerkannt werden: während die linke Innenseite kuscheligen Kontakt mit dem Inhalt hat, ist die rechte Außenseite der rauen Außenwelt ausgesetzt. Dennoch muß man auch zugestehen: ist die Außenwelt zu rau, und macht ein Loch in das Gewebe, sind rechte Außenseite und linke Innenseite gleichermaßen betroffen. Die Reparatur der Schäden passiert allerdings meist links, um das Äußere weiterhin als makellos erscheinen zu lassen - wohin folglich auch das meiste Geld investiert wird.