Montag, 30. Dezember 2013

IN THE NEWSROOM


Quelle: Rainer Werner Fassbinder: Welt am Draht (1973)

Was wäre unsere "Demokratie" ohne diese Kontrolle der sog. 4. Gewalt durch die Öffentlichkeit? Eine Gewalt, die mittlerweile eine 3., 2. oder 1. Gewalt zu sein scheint.

Für uns Demokraten kaum vorstellbar wird in manchen Ländern das gesellschaftliche Leben von den Medien, insbesondere vom Fernsehen beherrscht, deren Sender Milliarden Gelder jedes Jahr als Zwangsgebühren von der Bevölkerung kassieren, jedoch ohne dass die Bürger wissen dürfen, was personell und inhaltlich in den Redaktionen hinter den Kulissen passiert, geschweige denn das sie mitreden und miteintscheiden dürfen.

"Fassbinder war nie ein so unverhohlener Kritiker des technischen Fortschritts und der sich parallel dazu abzeichnenden gesellschaftlichen Unmündigkeit, wie einige seiner Zeitgenossen."

Darüber kann die Generation Handy, Smartphone und WLAN wohl nur lachen, denn im drahtlosen Zeitalter wähnt die sich vermutlich viel freier und viel demokratischer. 

Apropos "Brühwürfel":

https://medien-kritik.blogspot.com/2021/02/the-medial-omnipresent-cube-is-symbol.html 

https://medien-kritik.blogspot.com/2014/09/westliche-ostliche-medien-sind-die.html 

Freitag, 13. Dezember 2013

«Während wir schliefen, haben die Maschinen die Welt übernommen, genau wie es die alten Science-Fiction-Filme voraussagten.

NZZ.
Aber diese Maschinen werden von bösen Maschinen-Menschen, von total verkopften Bestien entworfen, gebaut und bedient.

ARD vergiesst Krokodils-Tränen zum Tod von Nelson Mandela

Als Mandela noch lebte, und in London 2008 ein Konzert für seine Hilfe-Organisation stattfand, hat kein einziger "öffentlich-rechtlicher" Sender den Musik-Event übertragen. Nun die Trauerfeierlichkeit zu Mandelas Tod wird live von der ARD übertragen und von mindestens zwei Moderatoren kommentiert.
Offenbar will man sichergehn, dass Mandela wirklich tot ist.

Siehe vielleicht auch meinen BlogEintrag über Apartheid, DDR und BRD.

Mittwoch, 11. Dezember 2013

Das Yogeshwar-Monopol

Neulich in einer TV-TalkShow gegen das Internet-Versandhaus des Bösen meinte der zum TalkShow-Inventar versteinerte einzige Wissenschafts-Journalist Deutschlands - neben der TV-professoralen Quasselstrippe Lesch vom anderen Staatsfunksender - das Versandhaus Amazon würde unsere Kultur zerstören. Wäre mir neu, das die Deutschen Kultur haben. Allenfalls Bakterien-Kulturen in Krankenhäusern, und eine Kultur der Verdummung, der Chancen- und Menschen-Vernichtung, der Ausbeutung, Demütigung und Opfer-Verhöhung und der Vermassung (Deutsche = Sour-Crowds = schlecht gelaunte Massenmenschen). Was hat übrigens ein Wissenschaftsjournalist beim Thema Versandhausbestellungen verloren? Und wenn es so einfach wäre, die deutsche Kultur zu zerstören, wäre ich vorne mit dabei und würde mir sogar meine Brötchen bei Amazon bestellen! Der Yogeshwar entblödete sich nichtmal zu behaupten, er sei gegen Amazon einfach weil er gegen Monopole sei - und das Publikum lacht nicht, sondern klatscht noch Beifall. Wenn der Yogeshwar wirklich gegen Monopole wäre, dann hätte er längst anderen Wissenschaftsjournalisten die Chance auf TalkShow-Auftritte gelassen.

So, genug aufgeregt für heute, ich will noch ein paar Bestellungen bei Amazon tätigen, denn ich will nicht jene Leute hier vor Ort in Stadt und Land dafür belohnen, dass die meine Bezüge gekürzt haben - die paar mir verbliebenen Kröten will ich auswärts ausgeben.

Der Bevormundungs-Wahn der Medien

Samstag, 7. Dezember 2013

Wow, warum läuft sowas nicht im Staats-TV?



Statt dessen tischen uns die Rentner-Sender ARD & ZDF von morgens bis abends entweder FDP-Parteitag oder SkiSport auf, ungefähr so spannend, wie Farbe beim Trocknen zuzuschauen. Hingegen die inspirierenden Fähigkeiten und Talente junger Leute werden ignoriert.

Mittwoch, 4. Dezember 2013

Grosse Koalitition: Wahlen bewirken nichts, oder hat es jemals eine Ärzte-Partei gegeben?

oder eine Industrie-Lobby-oder Wirtschafts-Partei und eine Autopartei, eine Bundeswehr-Partei, eine Polizei-Partei, eine Beamten-Partei, eine Rüstungs-Industrie-Partei usw. Dass es die alle nicht gibt, obwohl die genannten Interessengruppen zu den Privilegierten im Lande gehören, deutet darauf hin, dass es wirksamere Methoden der politischen Einflussnahmen gibt. Die deutsche Wirtschaft ist gigantisch, hingegen die angebliche oder tatsächliche Wirtschafts-Lobby-Partei, die FDP, war und ist winzig, und draussen.
Die offenbar wirkungsloseste Methode der Politik, also Parteien zu wählen, ist nur für die Bevölkerung, die Kraft der Leit- und Massenmedien glauben, Poltiker seien mächtig und könnten und wollten etwas im Sinne der Bevölkerung verändern.

Samstag, 30. November 2013

Ich bin ein Zigeuner ...

am Rande des Universums.


Auf dem Plakat heisst es u.a.: "Zeig Dein Gesicht. Es wird gebraucht."
Die Herrschenden brauchen nicht nur unser Gesicht. Auch unser Geld, unsere Arbeitskraft, unsere Gedanken, unsere Organe, unsere Gene, unsere Körpergewebe, unser Leben.

Für solche wohlfeile Prommi-Werbung wie die obigen Plakate ist genug Geld da. In einer Zeitung hat jemand etliche passende und einige unpassende Bemerkungen zum Thema gemacht. U.a. merkt er an, es gebe kein Plakat auf dem ein Promi sage "Ich bin Deutscher, wenn Du was gegen Deusche hast." Naja, der Artikelschreiber ist ein alter Mann mit einem privilegierten, gut bezahlten Tunnelblick und zieht wohl meist im Ausland von Restaurant zu Restaurant herum, so wie wohl auch die obigen Prommis, sonst wäre ihm nicht entgangen, dass alle obigen Plakat-Promies ohnehin und immer Deutsche sind, nicht nur wenn jemand etwas gegen Deutsche haben sollte. Ein wirkliches Wagnis wäre es hingegen zu bekennen "Ich bin Patient, wenn Du etwas gegen Patienten hast", oder "Ich bin Opfer, wenn Du Opfer verabscheust, "Ich bin Hartz-4-Empfänger und ich bin Altersheim-Bewohner, wenn Du Hartz-4-Empfänger und alte Menschen als 'Ballast-Existenzen' siehst (und welcher Deusche tut das nicht)", oder: "Ich bin ein reicher Geldsack, wenn Du was gegen reiche Geldsäcke hast". Das traut sich jedoch kein deutscher Prommi - auch nicht der in der Welt.

Montag, 25. November 2013

Ein Witz

plus Kommentar:

SPIEGEL: In den "Panem" Filmen sind die Medien in den Händen der Mächtigen. Das ist in der Wirklichkeit etwas anders.

Das war der Witz. Nun der Kommentar:

Lawrence: "(...) Die Menschen sind so leicht zu manipulieren."

Quelle: Aus dem aktuellen Spiegel-Interview mit der Hauptdarstellerin Jennifer Lawrence

Montag, 18. November 2013

Glück ist: dass es nicht nur die ARD gibt

"Not macht erfinderisch", heisst ein deutsches Sprichwort, weshalb es von ARD & ZDF auf dem Bildschirm ziemlich einfältig zugeht: Denen geht es einfach zu gut!
Jedes Jahr bekommen beide Sender gemeinsam rund 7,5 Milliarden Euro GEZ-Einnahmen. Das ist so viel wie die gesamte Wirtschaftsleistung (BIP) des Erdöl, Gold und Diamanten exportierenden Landes Kamerun in 2002 (Quelle:Wikipedia). Oder so viel wie die 10jährige Wirtschaftsleistung des Fürstentums Monaco. Also die gesamte Wirtschaftsleistung des Steuerparadieses der Millionäre und Milliardäre in 10 Jahren, das haben ARD & ZDF in jedes Jahr zur Verfügung!
Angeblich geht der Löwenanteil dieser gigantischen Nobel-Konditorei mittlerweile für Luxus-Pensionen und Intendanten-Saläre drauf. Da bleiben nur noch Kleckerbeträge für das Versenden kreativer, innovativer oder einfach nur ungewöhnlicher aber interessanter Inhalte.
Und das, obwohl sich die Sender darauf verstehen, andere in Not zu halten und dann deren Erfindungsreichtum abzuschöpfen!

Aber es kommt noch schlimmer: ARD & ZDF schirmen sich immer mehr ab, wollen jetzt die staatliche Aufsicht in den Rundfunkräten loswerden. Meiner Wahrnehmung nach sind ARD & ZDF Geheimdienste, bzw die zwei deutschen Abteilungen EINES globalen Geheimdienstes. Jetzt wollen ARD & ZDF auch die staatliche Aufsicht in den Rundfunkräten loswerden. Ohne ein Gegengewicht ist das eine gefähriche Entwicklung! Denn ARD & ZDF brauchen mehr Transparenz und Bürgerbeteiligung innerhalb der Sender in wesentlichen Internas gegenüber der Öffentlichkeit - jedoch solche Bestrebungen gibt es offenbar nicht - im Gegenteil: die Sender werden immer elitärer, abgehobener, verdummen das Publikum, und sind ein Staat im Staate.

Freitag, 15. November 2013

Zum Geburtstag von Susanne Lothar

Heute vor 53 Jahren wurde die Schauspielerin Susanne Lothar geboren, und letztes Jahr im Juli ist sie unter öffentlich bislang unbekannten Gründen gestorben.

Eigentlich habe ich sie nur wegen eines erstaunlich System kritischen Interviews wahrgenommen und geschätzt, dass ich vor Jahren irgendwann mal in einer Zeitung oder so gelesen hatte, worauf hin ich meine skeptische Ansicht über die Schauspielerei im Allgemeinen etwas in Zweifel gezogen und gehofft hatte, dass ihr aus ihrer Systemkritik keine Nachteile erwachsen. Ihr Tod hat meine Meinung, dass Schauspieler entweder Huren der Mächigen oder tot sind, wieder bestärkt. Vielleicht hat ihre Ehe mit dem Ex-DDRler Ulrich Mühe sie zu ihrer Systemkritik befeuert, was ja nicht schlecht wäre.

Bekanntlich ist ihr ebenfalls noch nicht so alter Ehemann vor einigen Jahren an Krebs gestorben. Mich wundert immer, wenn relativ junge, gebildete, gesund wirkende und nicht arme Leute an Krebs sterben (zB auch Schlingensief und Chavez) - ich neige dann zum Verdacht, ihnen nicht wohlgesinnte Kräfte könnten das gezielt verursacht haben.

Erst jetzt durch das Lesen von ein paar Texten über Susanne Lothar habe ich mitbekommen, dass nach dem Willen ihres verstorbenen Mannes auf seiner Beerdigung sein Film "Funny Games" gezeigt werden sollte. Das erscheint mir ziemlich bedeutsam, denn der Film handelt davon, dass ein normales, durchschnittliches Ehepaar der Mittelschicht und mittleren Alters (gespielt von Ulrich Mühe und Susanne Lothar), von zwei sehr gebildet und anfangs höflich auftretenden jungen Männern aus Spass zu Tode gequält werden. Warum gerade dieser Film zur Beerdigung?

Im Interview hatte Lothar gesagt, nach dem Tod ihres Mannes müsse sie nun allein für ihre Kinder sorgen und dafür, dass Geld zum Lebensunterhalt reinkomme. Das legt nahe, sie konnte bei der Rollenauswahl nicht allzu wählerisch sein.

Als ich letztes Jahr von ihrem überraschenden Tod hörte, habe mir ganz gegen meine sonstige Gepflogenheit einen deutschen Film angesehen - ihren letzen Film. Wenn Lothar über weite Strecken in dem Film nicht auftrat, habe ich woanders hingezappt und darum nur Bruchstücke der Handlung mitbekommen - aber was sich da andeutete, genügte mir: man hatte sie - wie ich finde - gedemütigt und verarscht, in dem man sie in der Rolle einer Hamburger Gurken-Konserven-Fabrikantin besetzte - der Filmtitel hiess sogar "Die Gurken-Königin". Das ist so dermassen dümmlich-deutsche Bösartigkeit, da hätte eher die Ferres oder die Sevecke hingepasst, aber doch keine selbstzweifelnde, sensible Charakterdarstellerin.
Ich glaube, man wollte und hat auch damit eine Systemkritikerin gedemütigt, hat sie vermutlich divers hinter den Kulissen gemobbt und vielleicht so in den Tod getrieben, denn es war sicher nicht die einzige Art, sie zu attackieren.
Ganz unten im Wikipedia-Artikel über Susanne Lothar fällt der Link zu einem einzigen Film auf: Das tödliche Auge.

Siehe auch: Blogeintrag über Jean Seberg