Dienstag, 19. März 2013

Hessel: etwas Grösseres als Kapitalismus & Sozialismus

Eilfertig behauptet das Fernsehen zum Tod von Stephane Hessel, er habe den Kapitalismus kritisiert. Ich glaube das nicht. Beim Lesen seiner Streitschrift "Empört Euch!" und Hören einiger Interviews mit ihm, hatte ich eher den Eindruck, er meint etwas viel Grösseres, Mächtigeres und vor allem Konkreteres, real Existierendes, als nur das Abstraktum Kapitalismus: Interessanterweise ist der Polizei-, Medien- und Überwachungsstaat System übergreifend: es gab ihn im Sozialismus / Kommunismus und es gab und gibt ihn im Kapitalismus. Aber während Kapitalismus und Kommunismus nur abstrakte Begriffe mit vagem Inhalt sind, ist die Überwachung ganz reale Wirklichkeit, sind die Gedankenlesegeräte Wirklichkeit. Wer hingegen, wie die Medien, allein von Kapitalismuskritik redet, will offenbar ablenken, von der eigenen Überwachungspraxis.

Samstag, 9. März 2013

Trauerfeier für Hugo Chavez

Auch ich bin traurig, über den Tod von Hugo Chavez, irgendwie mochte ich ihn, er schien so menschlich und sozial. Nicht ein so roboterhaft-staatstragender Politbürokrat, wie so viele seiner Berufskollegen auf dem internationalen Parkett. Aber laut TV-Sender Al Jazeera hat das Jimmi Carter Center die Wahlen in Venezuela als die demokratischsten der Welt bezeichnet. Tatsächlich ist eine Wahlbeteiligung von 81% ein Ausdruck grosser Akzeptanz des Systems und grossen Glaubens der Bevölkerung an die eigene Souveränität. Davon kann man hier in den angeblichen und vermeintlichen Musterdemokratien nur träumen.

Der Sender zählt auch noch einige andere, hier zu Lande wenig bekannte Positivpunkte des System Chavez auf, die ich leider verpasst habe.
Und ich kann nicht glauben, dass so ein vital wirkender, noch relativ junger Mann, trotz Behandlung in einem Medizinwesen mit gutem Image (das kubanische) dennoch nicht gesund wird. Aber vielleicht hat er seinen Job letztlich doch etwas zu locker genommen. Man wünscht sich eine Fortsetzung der Arbeit von Chavez, aber als sein designierter Nachfolger Maduro auf der Feier spricht und lautere Töne anschlägt, wohl schon eine Art politische Propagandarede, da graust es mir, denn er klingt so durchgeknallt wie Adolf Nazi.

Sonntag, 3. März 2013

Ein Alptraum wird wahr: FAZ übernimmt Frankfurter Rundschau

Angeblich hat ein hochrangiger hessischer SPD-Politiker die Übernahme mit den Worten kommentiert: Er freue sich, dass die Frankfurter Rundschau wenigstens dem Namen nach noch weiter existiere.
Ist das noch Sarkasmus oder schon Idiotie.

Also ich glaube ja, die FR wurde absichtlich schon seit Jahren systematisch von innen her in den Ruin getrieben. So wenig Interesse an Ideen der Leser, zur Meisterung der Krise, das passte nicht zu einer "linken" Zeitung. Und während die SZ schon längst Werbung auf ihrer Website hatte, kam die FR mit einem Purismus daher, der schon unheilschwanger war, weil weder nötig noch dauerhaft möglich. Und tatsächlich: als die FR dann irgendwann auch Werbung auf ihrer Webpräsenz brachte, war die ungleich nerviger, weil aufdringlicher, als die der SZ. Eine ernsthafte und vor allem konstruktive Auseinandersetzung mit dem Konflikt zwischen Print und Internet habe ich zu keiner Zeit bei der FR entdecken können. Auch der Internetauftritt war vom Design her lange Zeit wenig nutzerfreundlich, was dem Verdacht systematischer Sabotage weiter Nahrung gab.

Nach meinem Eindruck werden etliche Projekte von innen her systematisch kaputt gemacht, um einer Zentralisierung und Monopolisierung Vorschub zu leisten. Etwa auch bei der Microsoft Encarta Enzyklopädie.

Samstag, 2. März 2013

Klang-Atlas des NDR

Der NDR hatte gerade einen "Klang-Atlas" herausgebracht, eine Landkarte auf welcher jene Orte markiert sind, wo es interessante Töne zu hören gibt (Der WDR hat schon seit vielen Jahren eine Sendung namens "Lauschangriff"). Das ist natürlich nur der öffentliche Teil. Im geheimen Teil nur für bestimmte Sender-Mitarbeiter zeigt die Karte all jene Wohnungen, in die es sich für die Redaktionen lohnt, hinein zu schalten, um dort die Mieter zu beobachten und abzuhören! So, wie das auch alle anderen TV- und Radio-Sender in Deutschland und dem Rest der Welt können und machen.

Freitag, 1. März 2013

Frühling bei France24


Zugegeben ein etwas zusammengeschnittener Clip (nicht beschnitten, und schon gar nicht Sinn entstellend!) .
Ist das französische Nachrichten-Flaggschiff France24 tatsächlich ein notgeiler Strauss-Kahn?

Gedankenlesen, Supraleitung, Stringtheorie und der ganze Rest

interessanter Artikel

Oscar-Verleihung - was war das denn für ein Bühnenbild?

Im Inneren eines Muskels, zwischen den Fasern und Filamenten?

Donnerstag, 28. Februar 2013

Eschbach trifft Matrix

In seinem Buch "Herr aller Dinge" entwirft Autor Andreas Eschbach das Szenario einer durch Nanoteilchen / Naniten ferngesteuert manipulierten Welt. Ähnlichkeiten mit bekannten Tatsachen lässt das Funktionsprinzip nicht völlig abwegig erscheinen.

Wir kennen durch Begriffe wie "links- oder rechtsdrehende Substanzen" die Existenz völlig gleich erscheinender Moleküle, also Nanoteilchen, die aber spiegelbildlich zueinander erscheinen und trotz identischer Summenformel z.T. völlig unterschiedliche physikalische, chemische und biologische Eigenschaften haben; und im Zusammenhang mit sog. Prionen, also bestimmten Protein-Molekülen, wissen wir, dass es zu Dominoeffekten kommen kann, indem spezifische Molekülfaltungen von scheinbar identischen Molekülen übernommen werden, wodurch sie auch ihre bisherige Funktion verlieren.

Möglicherweise ist es bereits Praxis, gezielt spiegelverkehrte Moleküle zu produzieren und zu applizieren, oder durch bestimmte Umgebungsvariablen in vivo direkt zu erzeugen, ähnlich wie man die Form eines Bimetalls ändert, durch Anlegen einer elektrischen Spannung.

Im Film Matrix wurde im Körper des Helden ein Miniroboter implantiert, der ihn von innen überwacht und manipuliert. Die Erfahrung lehrt immer wieder, was man uns in Spielfilmen aber auch in Dokus als durch Elektronik und Mechanik verwirklichte Realität präsentiert, wird tatsächlich oft aber mittels Biotechnologie und Medizin verwirklicht.
Etwas Ähnliches wie obige Szene in Matrix ist offenbar mittels biologischer Nanotechnik tatsächlich Realität: Offenbar kann und wird Körpergewebe (also komplexe Moleküle, somit Nanowelt) von aussen und aus der Ferne quasi gezielt "umgefaltet" und verliert dadurch seine bisherige Funktion (gesteuert durch quantenphysikalische Zwillingsphänomene?). Es kommt beispielsweise zu Gewebeblutungen - bis durch Fern-Impuls die Moleküle wieder in ihre frühere Form zurückschnappen und ihre Funktion beispielsweise als Bindegewebe wieder übernehmen und die Blutung endet.

Ach ja: Die Form von Prionen erinnert irgendwie an Vorstellungen von der Stringtheorie.

Freitag, 15. Februar 2013

Galileo Galilei Tag

Anlässlich dieses Tages stelle ich die Frage, warum das Weltall - nach einem angeblichen Urknall, also einer gigantischen Explosion - eigentlich voller kugelrunder rotierender Himmelskörper ist. Nach einer Explosion sollte man eigentlich nur noch unregelmässig geformte Materiefetzen erwarten. Statt dessen überall rotierende Kugeln. Warum ist das so? Yogeshwar und Lesch, übernehmen Sie!

Freitag, 8. Februar 2013

Vor 20 Jahren: "Anschwellender Bocksgesang"

Damals mit dem Lesen nicht über die ersten paar Sätze oder Absätze hinausgekommen, nach 20 Jahren etwas mehr gelesen; des Autors Anmerkungen über ARD & ZDF und all die anderen TV- und Radio-Sender:

Das Regime der telekratischen Öffentlichkeit ist die unblutigste Gewaltherrschaft und zugleich der umfassendste Totalitarismus der Geschichte. Es braucht keine Köpfe rollen zu lassen, es macht sie überflüssig. Es kennt keine Untertanen und keine Feinde. Es kennt nur Mitwirkende, Systemkonforme. Folglich merkt niemand mehr, daß die Macht des Einverständnisses ihn mißbraucht, ausbeutet, bis zur Menschenunkenntlichkeit verstümmelt.

Wenn man nur nicht mehr von "Medien" spräche, sondern von einem elektronischen Schaugewerbe, das seinem Publikum die Welt in dem äußersten Illusionismus, der überhaupt möglich ist, vorführte. Aber eines Tages geschähe es eben, über Nacht, wie in einer universellen Mutation, daß die Seher allesamt des Sinnenglaubens verlustig gingen vor dem Fernsehschirm, und dort würden noch fortgesetzt die seriösesten Anstrengungen unternommen, um das Publikum wieder einzufangen, es erneut zu illusionieren, einzupegeln auf die moderierten Frequenzen. Doch sie werden nicht mehr empfangen. Das Weltschaugewerbe wirkt auf einmal wie ein verstaubter Zirkus, hat auf einen Schlag alle suggestive, realitätszersplitternde Macht verloren. Die in den Kästen werben und werben noch, geradezu mit todesängstlicher Anstrengung - doch das Publikum lächelt unerbittlich und milde zugleich: es glaubt einen anderen Glauben.

Quelle: SPIEGEL
So oft, wie der Autor von Frequenzen und eben einem "Bocks-Gesang" spricht, scheint es schon damals die Sonifikation von Überwachungsdaten gegeben, und der Autor an diesen Datenstrom als Empfänger angeschlossen gewesen zu sein. Selbst wenn die Telekraten in den Sendern den einen oder anderen Zuschauer und Zuhörer verlören, jeder dieser "Empfänger" dient den Medienmächtigen mit ihren mobilen Nacktscannern und drahtlosen Gedankenlese-Geräten auch als Sender, als Gedankensender, Trüffelschwein und Trendscout.